Seit 2003 ist die 34 in der GTC unterwegs. In dieser Zeit hat man viele Junioren ,-Gesamt und VPA Titel gesammelt. Mit fünf Deutschen Titeln ist die 34 Rekordmeister in der GTC (German Team Championship) und wird es sicher noch einige Jahre bleiben, auch wenn man in diesem Jahr beschlossen hat nicht an der Serie teil zu nehmen und das Nachwuchsteam mit der Nr. 33 die Fahnen des MSCO in der Division II hochhalten wird.
Einige 34-iger konnten es dennoch nicht lassen und fuhren zur Saisoneröffnung nach Emsbüren. Noch nie war die Truppe in der Zweimotorigenklasse unterwegs. Carsten Waibel aus Wolfsburg steuerte ein betagtes Chassis bei, 2 Motoren wurden besorgt und am Freitag vor dem Rennen wurde das Experimentalfahrzeug zum ersten mal zum Leben erweckt.
Da man nicht wusste, wie das Ganze funktioniert wollte man nicht mit der Startnummer 34 antreten und so trat man unter der 134, Team Continentale an. Es hat Spass gemacht, gleich beim Debut in der Klasse sprang ein toller zweiter Platz heraus und ohne eine Zeitstrafe wegen Untergewichtes und einer Auspuffreparatur wäre sogar der Sieg möglich gewesen.
Der Sieg ging aber verdient an Shark Endurance Racing, einer starken Truppe, der man aufrichtig gratulierte.
Das Hauptaugenmerk wird man in diesem Jahr auf die ÖTSM legen. Die Veranstaltungsorte sind auf die Länder Deutschland, Österreich und Italien verteilt.
Auch technisch eine neue Herausforderung. Die Karts haben 50% mehr Leistung als in der GTC und neben den Langstreckenrennen muß man sich auch in knallharten Sprintprüfungen beweisen. Ein ausgeglichenes schnelles Fahrerfeld kämpft um die Krone der Staatsmeisterschaft und bereits jetzt ist neben dem amtierenden Meister Estreal Power One mit der Startnummer 1 vor allem das Brenntag Team mit der Startnummer 15 als Top Titelkandidat ausgemacht. So hat es in der GTC auch angefangen. Respektvoll wurden die Topteams beobachtet, mit dem Wunsch denen eines Tages am Zeug flicken zu können.
Und gleich der erste Auftritt in Lignano, Italien, lies die etablierten Teams aufhorchen.
Die 34 erwischte beim 6 h – Rennen einen tollen Start und führte lange Zeit vor den etablierten Teams. Erst kurz vor Schluss, als die 34 nochmals zum Tanken kam donnerte das Brenntagteam an den Odenwälder Rookies vorbei. Fast wäre zum Auftakt eine Sensation gelungen.
Bei den Sprintrennen brachte man das Potential des Teams noch nicht zusammen, verhedderte sich einige Male in Zweikämpfe, schied aus oder verlor durch ein defektes Kart den notwendigen Speed.
Beim zweiten Auftritt in Ampfing, Bayern erwischte man einen mittelmäßigen Motor. Alle Motoren waren mit neuen Kawasaki – Vergasern ausgerüstet, die aber nur mehr schlecht als recht funktionierten. Nur mit Gas/Bremse konnte man die Fuhre in Linkskurven am Leben halten und trotzdem war man guter Dinge. Im Quali zu den 6 Stunden von Ampfing stand die 34 auf P4. Tommy Helfinger im Oberflockenbacher Kart fuhr einen tollen ersten Stint, ein schneller vorgezogener Tankstop liesen die anderen Teams erst verwundert schmunzeln und dann staunen als sich die 34 deutlich vom Feld absetzen konnte und nach 2 Stunden bereits mit über einer Runde führte. Dann wurde durch den Rennleiter das Rennen abgebrochen. Begründung: Die Motoren vertragen kein E 10, es kommt schon vereinzelt zu Schäden.Natürlich war man enttäuscht – und es sollte noch dicker kommen. Der Motor, der in Linkskurven Aussetzer hatte, sollte vom Veranstalter repariert werden. Dabei verschraubten sich seine Techniker dermaßen, dass das Triebwerk bei 5000 UPM abregelte und nicht mehr zu gebrauchen war. Das Ersatztriebwerk funktionierte genauso miserabel und somit war der Sprintsonntag auch gelaufen. Plätze im Mittelfeld, Schadensbegrenzung – mehr war nicht möglich.Natürlich waren die Bedingungen irregulär, aber eine Anullierung des Sprintergebnisses, hätte für den Veranstalter gravierende finanzielle Auswirkungen gehabt.
Doch wer die Truppe kennt, weiss, aufgeben gilt nicht und die Mannschaft erinnert sich an 2003 zum Beginn der erfolgreichen GTC Karriere, als man auch aufschaute und wußte wo man hin wollte. Der Platz an der Sonne wird für die 34 schneller kommen, als es die Topteams dem Einsteiger es zutrauen. Vernünftige Motoren vorausgesetzt.
Wolfram